Pressestimmen

Feuerwerker wollen glücklich machen

Geschrieben von RZ Mittelmosel - Brigitte Maier am .

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Pyrotechnik-Firma Steffes-Ollig in Müllenbach ist wieder Weltmeister
Mit dem Verkauf von Schwarz-pulver für den Schieferbergbau begann vor 135 Jahren die Geschichte der Firma Steffes-Ollig in Müllenbach. Die Sprengungen unter Tage waren ohne jeden Glanz – heute zaubert das Unternehmen bunte Bilder an den Himmel.

Müllenbach. Zu ihren zahlreichen Titeln und Preisen hat sich die Pryotechnik-Firma Steffes-Ollig aus Müllenbach in Kanada noch eine Trophäe „vom Himmel geschossen": Das Team wurde Sieger der Musikfeuerwerk-Weltmeisterschaft 2010 „Les grands feux du Casino du Lac Leamy". Man kann getrost davon ausgehen, dass weitere Titel folgen werden, denn der Nachwuchs des Firmeninhabers Helmut Reuter ist bereits „Feuer und Flamme" für die hohe Kunst der Pyrotechnik.

Der 14-jährige Patrick „könnte sofort loslegen, wenn er dürfte", erklärt der stolze Vater. Doch bis zu seinem 21. Geburtstag muss der Junge noch warten, um den Befähigungsschein zu erlangen. Patricks Schwester Stephanie hat alle Scheine, die nötig sind, bereits in der Tasche. Die 24-Jährige studiert Sport und Englisch fürs Lehramt, doch das Feuerwerken gehört ebenso zu ihrem Leben. Sie bringt die Faszination für die leuchtenden Kracher und Knaller auf den Punkt: „Man kann aus unendlich vielen Kombinationsmöglichkeiten ein besonderes Ergebnis zusammenstellen, das die Menschen einfach glücklich macht." Unnötig zu erwähnen, dass auch Mutter Margit Reuter die Qualifikation zum Abschießen von Feuerwerksraketen besitzt.

Helmut Reuter, der wie seine Vor- und Nachkommen mit dem „Pyrotechnik-Gen" geboren wurde, leitet das 135-jährige Familienunternehmen, dessen Geschichte mit dem Verkauf von Schwarzpulver für den Schieferbergbau begann. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 35 Mitarbeiter, wovon 18 den Befähigungsschein haben. Die Teams sind das ganze Jahr über weltweit unterwegs, um mit insgesamt 250 Feuerwerken Festen und besonderen Ereignissen die glanzvollen Knalleffekte zu verleihen. Die Firma Steffes-Ollig hat bereits „Scheichs und Emirs" mit Licht- und Farbspielen beeindruckt.

Die penible Vorbereitung, sprich Kombination der einzelnen Zündkörper, und der präzise Ablaufplan sind neben der ausgeklügelten Technik mit funkgesteuerten Zündsystemen und modernen Abschussanlagen das A und O des perfekten Feuerwerks. Helmut Reuter weiß: „Dabei können wir das Feuerwerk nicht neu erfinden, wohl aber immer wieder andere Elemente, die, neu kombiniert, zu überraschenden Effekten führen."

Aus China hat Reuter ein neues Aufbausystem mitgebracht, das Zeit und Kosten spart. Einmal jährlich besucht der Eifeler das Reich der Mitte, denn dort sitzen die wichtigsten Hersteller von hochwertigen Feuerwerkskörpern. Reuter sagt: „Natürlich spielen im Wettbewerb auch die Kosten eine Rolle." Er versichert, dass er jeden Betrieb gründlich unter die Lupe nimmt, bevor er einen Auftrag erteilt: „Es darf keine Kinder- und keine Zwangsarbeit geben, und die Leute müssen anständig bezahlt werden." Mittlerweile kennt er viele Mitarbeiter seiner chinesischen Lieferanten persönlich.

Die Weltmeisterschaft hat Steffes-Ollig mit einem Musikfeuerwerk gewonnen, und für Reuter ist klar: „Das ist unsere höchste Kunst, wobei die Krönung ein Feuerwerk mit Livemusik ist." Brigitte Meier

RZ Mittelmosel vom Freitag, 24. September 2010, Seite 14

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